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Kyoto Sehenswürdigkeiten: Die imposantesten Tempel von Kyoto

Kyoto, was wörtlich „kaiserliche Residenz“ übersetzt heißt, ist heute die Heimat von 14 als UNESCO Weltkulturerbe ausgezeichneten Tempeln und somit ideale Sehenswürdigkeiten. Die Auszeichnung als Weltkulturerbe liegt darin begründet, dass Kyoto für mehr als 1.000 Jahre das kulturelle Zentrum Japans war. Diese Epoche spiegelt sich stark in der Architektur von Kyoto bis heute wieder.

Kyoto wurde ursprünglich als Ziel des Nuklearangriffes der USA auf Japan im zweiten Weltkrieg  ausgewählt. Aufgrund der über 2.000 buddhistischen Stätten und der kulturellen Bedeutung der Stadt Kyoto hatte sich der US Präsident Truman dann, nach einem Einspruch, für den Abwurf auf Nagasaki entschieden. Kyoto wurde so vor der völligen Zerstörung bewahrt und erfreut somit seit jeher die Besucher mit seinen historischen Stätten.

 

Kinkaku-ji – der Goldene Tempel 

Die Tempelanlage wurde ab dem 14 Jahrhundert als Alterssitz des Großkanzlers erbaut. Der Tempel liegt an einem kleinen See und wird von einer großen Parkanlage umgeben. 

Der Tempel ist eine bei Kyoto’s Touristen sehr beliebte Sehenswürdigkeit – teilweise stark überlaufen. An der Absperrung zum See herrscht starkes Gedränge um mit den Smartphones ein Bild zu machen. Dicht an dicht drängen sich Touristen aus aller Welt. Neben Japanischen Touristen ist der Tempel und die angrenzenden Schreine insbesondere bei Chinesen beliebt. Vereinzelt trifft man auch Europäer und Amerikaner im Gedränge um das beste Foto. 

Wesentlich entspannter ist es mit etwas Abstand und einem größeren Objektiv (siehe Bild). 

 

Bonsai Bäume im See der Parkanlage von Kinkaku-ji, Kyoto

Vom Fotospot an der südlichen Seite des Sees kann man um den See zum Tempel schlendern, welcher jedoch nicht für die Öffentlichkeit begehbar ist.  Rund um den Tempel ist eine faszinierende Naturlandschaft angelegt worden, mit meterhohen Bonsai Bäumen. Hier lohnt sich das verweilen und die Betrachtung der Parkanlage abseits der Haupt-Sehenswürdigkeit.

Auf dem weiteren Weg durch den Park finden sich mehrere buddhistische Schreine die zum innehalten und zur Andacht einladen. 

Ort: 

Kinkaku-ji – goldener Tempel

Beste Besuchszeit: 

Spätnachmittag bei tiefstehender Sonne. Ab 17 Uhr Parkschliessung. 

Kosten:

400 Yen, ca. 3.50 Euro

Fushimi Inari-Taisha

Im Inneren des Torii-Wege, Fushimi Inari-Taisha, Kyoto

Der Hauptschrein des Fushimi Inari-Taisha ist auf dem Hügel Inari (Inari-san) in Kyoto gelegen. Der Start für den Aufstieg befindet sich neben der Haupthalle, gut zu erreichen aus der Innenstadt Kyotos. Anschliessend gabelt sich der Weg in zwei Tore – bzw. Tunnel aus Torii-Säulen. Man gelangt über das rechte Tor an den Aufstieg zum Berg. Hier lohnt es sich noch nicht Fotos zu machen da speziell im unteren Bereich des Berges die Torii überlaufen sind. 

Entlang des Weges gibt es kleinere Schreine, sowie buddhistische Gedenkstätten. Die Torii sind mittlerweile größtenteils durch japanische Geschäftsleute gespendet, je größer die Torii’s desto größer die Spende (bis zu 10.000 Euro pro Torii). Die Namen der Spender sind in den Torii eingraviert.

Die Schreine zur Verehrung der Kami Göttinnen sind auf insgesamt drei Hügel entlang des Inari-san verteilt.

Der Kami Inari, dem der Schrein Fushimi Inari-Taisha gewidmet ist. Inari ist die Göttin (Kami) der Fruchtbarkeit.

Detailansicht des verzierten Dachses der Haupthalle, Fushimi Inari-Taisha, Kyoto
Weitere Impressionen des Fushimi Inari-Taisha

Ort: 

Fushimi Inari-Taisha – bestehend aus tausenden roten Torbögen (den Torii)

Beste Besuchszeit: 

Ganztags, aufgrund der Fülle an Details mind. 3-4 Stunden Besuchszeit einplanen. Wegzeit zum Gipfel ist 1-1.5 Stunden. 

Kosten:

600 Yen, ca. 5 Euro

Kiyomizu-dara

Der Kiyomizu-dera ist ein buddhistischer Tempelkomplex aus dem 8. Jahrhundert im östlichen Teil von Kyoto. Der Kiyomizu-dera wurde ursprünglich in 778 begründet. Die heutigen Gebäude des Tempelkomplexes reichen bis ins Jahr 1633 zurück.

Der Tempelkomplex ist auf der östlichen Seite des Berges Seikanji Kiyomizukamixamacho errichtet. Der Name „Kiyomizu“ bedeutet klares Wasser und bezieht sich auf den Wasserfall innerhalb der Tempelanlage. 

Weitere Impressionen des Kiyomizu-dera Tempels

Ort: 

Kiyomizu-dera Tempelanlage

Beste Besuchszeit: 

Nachmittags bis Spätnachmittags zum Sonnenuntergang. Aufgrund der bergigen Lage sehr guter Ausblick über Kyoto.

Kosten:

300 Yen, ca. 2,50 Euro

Was für das Sightseeing in Kyoto sonst noch wichtig ist:

An-/ Abreise + Aufenthalt in Kyoto

Kyoto ist aus den anderen Großstädten wie Tokyo angenehm per Zug zu erreichen. Der Hochgeschwindigkeitszug Shinkansen verbindet Tokyo mit Kyoto. Wir sind von Osaka in ca. 30 Minuten nach Kyoto angereist.  Da die Hotelpreise ein mehrfaches von Osaka betragen stellt sich natürlich die Frage wieviel Tage man in Kyoto einplanen sollte. Ich persönlich empfehle 2-3 Tage um die wichtigsten Sehenswürdigkeiten zu besuchen. An Tag 1 und 2 kann man die wichtigsten Tempelanlage zu Fuss besuchen, an Tag 3 die Innenstadt von Kyoto und den Nishiki Markt. 

Essen & Trinken

Sushi

Viele Restaurants bieten einen Sushi-Mittagstisch für 10-15 Euro an. Dies beinhaltet Vorspeise, eine Platte mit Sushi und Sashimi sowie meist eine Getränk (Tee). Der Mittagstisch ist oftmals das zwei- bis dreifache günstiger als Abends. 

Okonomiyaki

Okonomiyaki, oder die japanische Variante des Pfannkuchens, ist ein gutes und deftiges Abendessen nach einem langen Sightseeing-Tag. Gute Okonomiyaki Restaurants finden sich überall im Altstadt- und Kneipenviertel Gion (rund um die Station Gion-Shijo). 

Straßenstände / Garküchen

Auch in Kyoto gibt es traditionelle Garküchen die einen Besuch lohnen. Viele eröffnen erst im Laufe des späten Nachmittags bis Abends. Zu empfehlen ist alles rund um den Nishiki Market. Auf Spiessen gegrillt werden Tintenfische, Wachteln oder diverse Fische angeboten.

Besondere Spezialitäten sind Cake-Pops aus Miso-Reis und „Dango“ – Klösse aus Reismehr mit einer Füllung aus süßer Bohnenpaste.