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Kuriosität: Elfenbein Mah-Jongg

Mah-Jong (auch Mah-Jongg) erfreut sich in China seit jeher größter Beliebtheit – die Spielsteine sind ähnlich beliebt als Gesellschaftsspiel wie bei uns Kartenspiele wie Skat, Poker – oder im Schwäbischen Binokl 😉

Das Spiel kommt aus dem frühen 19ten Jahrhundert und besteht aus 136 oder 144 Spielsteinen und zwei bis vier Würfeln – das aneinanderschieben der Steine erzeugt ein Klickgeräusch welches man oftmals abends in China oder Hong Kong beim durchqueren der Straßen hört. Insbesondere bei der älteren Generation  ist Mah-Jong ein beliebter Zeitvertreib. Traditionell wurden die Spielsteine aus Knochen hergestellt, luxuriöse Sets aus Bambus mit Elfenbeinüberzug oder vollständig aus Elfenbein. Die Luxusvariante gibt es wahlweise noch mit Jade-Überzug, was jedoch noch seltener ist als Elfenbein. 

Gespielt wird meistens um Geld, jedoch im privaten Rahmen. Das liegt daran dass  Glücksspiel in China seit Mao in 1949 verboten wurde, und Mah-Jong selbst zwischen 1966 und 1975 im Rahmen der Kulturrevolution sogar ganz verboten wurde. Nicht desto trotz ist Mah-Jong heute eines der beliebtesten Gesellschaftsspiele in China, obgleich heute die Spielsteine aus Kunststoff gefertigt werden. 

Wing Cheong Ivory Majong

Den Ivory Ma-Jong Store habe ich mehr durch Zufall entdeckt – wir waren schräg gegenüber beim Essen…. Beim betreten des Ladens fühlt man sich wie in die längst vergangene Kolonialzeit zurückversetzt. Der Laden ist überfrachtet mit Waren – von Essstäbchen aus Elfenbein, Elfenbein-Statuen, bis zu den berühmten Elfenbein Mah-Jong Steinen.  Ein älterer Herr steht verlassen und in Gedanken versunken hinter seinem Tresen – Preisauszeichnungen finden sich kaum, alles scheint „Verhandlungsbasis“. Den Laden führt er als Familienbetrieb, seit mittlerweile 40 Jahren. Junge und insbesondere ausländische Kunden sind selten. 

Mah-Jong mit Elfenbein-Spielsteinen bleibt ein Relikt aus vergangenen Tagen…

Wing Cheong Ivory Majong

Ort: 

101 C Wellington Street, Central

Anfahrt:

MTR Station Sheung Wan oder Hong Kong, jeweils rund 5-10 Minuten Fussweg.

 

Auch in Hong Kong ist seit 2018 der Handel mit Elfenbein aufgrund des Artenschutzes verboten (Link), ähnlich wie in Deutschland (Zoll). Der Autor unterstütz keinesfalls den Handel mit artgeschützten Produkten, möchte die Kuriosität des Ladens und die historische Bedeutung von Mah-Jongg jedoch nicht vorenthalten.